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Bombardier gibt seinen ikonischen Learjet auf

Bombardier gibt seinen ikonischen Learjet auf

Vermietung von Privatjets
seit 1991

20.000
verfügbare Fluggeräte

45.000
durchgeführte Flüge

mehr als 120.000
Fluggäste

4,9/5
Kundenzufriedenheit

100 %
CO₂-Kompensation

Bombardier, Hersteller des berühmten Geschäftsflugzeugs, hat angekündigt, dass die allerletzte Learjet 2021 produziert wird. Das Unternehmen, das mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, hat sich entschieden, die Produktion seiner ikonischen Flugzeugreihe einzustellen, um sich auf seine profitabelsten Modelle, die Challenger und Global, zu konzentrieren.

Im Oktober 1963 ließ der amerikanische Ingenieur Bill Lear zum ersten Mal den Prototyp seines Geschäftsflugzeugs, der Learjet 23, fliegen. Er ahnte nicht im Geringsten, dass die Learjets mehr als ein halbes Jahrhundert später zu den am häufigsten genutzten Geschäftsflugzeugen der Welt gehören würden. Seit ihrer Markteinführung wurden weltweit tatsächlich mehr als 3.000 Flugzeuge dieser Marke ausgeliefert. Die Learjet wurde oft mit reichen und berühmten Menschen in Verbindung gebracht. Man erinnert sich insbesondere an Elvis Presley, der 1967 mit der Learjet von Frank Sinatra aus Las Vegas floh.

Learjet 23

Die Learjet gehört zu den Marken, die die Standards der Privatluftfahrt geprägt haben. Inspiriert vom Schweizer Armee-Jagdflugzeug FFA P-16, konnte die Learjet 23 6 oder 8 Passagiere mit über 800 Stundenkilometern befördern. Schnell, komfortabel und durchdacht, besaß sie bereits alle Eigenschaften eines großen Geschäftsflugzeugs. Um sie zu bewerben, ließ Lear sie in 11 Stunden und 36 Minuten zwischen Los Angeles und New York hin- und zurückfliegen, ein Rekord für die damalige Zeit. 1990 übernahm das kanadische Unternehmen Bombardier Learjet und brachte nacheinander die Modelle Learjet 31, 40, 45, 60, 70 und 75 auf den Markt.

 

Learjet 75, das letzte noch produzierte Modell

In den letzten Jahren sind die Verkaufszahlen der Learjet zurückgegangen. Heute ist die Learjet 75 das letzte noch produzierte Modell. Mit ihren acht Sitzplätzen bleibt die Learjet 75 ein bewundernswertes Flugzeug,

das bei den Kunden nach wie vor sehr geschätzt wird, insbesondere für Flüge von weniger als vier oder fünf Stunden. Ihre Variante Liberty wurde 2020 auf den Markt gebracht, um mit der Embraer Phenom und anderen Cessna Citation zu konkurrieren. Mit diesem Modell wollte Bombardier seine Produktreihe modernisieren und bot dafür

die allererste Executive Suite im Segment der leichten Privatjets an. Leider hatte die Learjet 75 Liberty nicht den erhofften Erfolg…

 

Ein eingeführtes Modernisierungsprogramm

Trotz der Einstellung der Learjet-Produktion beabsichtigt Bombardier nicht, seine Kunden ohne Unterstützung zu lassen. Der Flugzeughersteller hat ein Modernisierungsprogramm namens „Learjet RACER“ gestartet, das sich an Betreiber von Learjet 40 und Learjet 45 richtet. Die Flugzeuge können von mehreren Verbesserungen sowohl in der Kabine als auch am Äußeren profitieren. Diese Verbesserungen umfassen unter anderem eine neue Avionik, die Installation eines Hochgeschwindigkeits-Konnektivitätssystems, Triebwerksverbesserungen… Diese Arbeiten werden in Wichita durchgeführt, wo sich die Montagelinie der Learjet befindet.

Die von Bombardier ergriffenen Maßnahmen

Neben der Aufgabe der Learjet wird Bombardier zusätzlich zu den bereits im Juni 2020 angekündigten 2.500 Stellen weitere 1.600 Stellen streichen. Ziel der angekündigten Maßnahmen ist es, bis 2023 jährliche Einsparungen von schätzungsweise über 500 Millionen Dollar zu erzielen. Das Unternehmen möchte nun mit einer Produktion von rund 110 bis 120 Flugzeugen pro Jahr profitabel sein. Das Unternehmen plant außerdem, die Fläche seines im Stadtteil Saint-Laurent in Montreal gelegenen Werks durch den Verkauf eines Teils seiner Grundstücke deutlich zu verkleinern. Das so eingenommene Geld würde zur Finanzierung des Baus von Anlagen in der Nähe des Pearson-Flughafens in Toronto verwendet, um dort das Modell Global 7500, ihr neuestes Geschäftsflugzeug, zu bauen.

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