Worin liegt der Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Flugverkehr?

Vermietung von Privatjets
seit 1991

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Wenn Sie in Frankreich und Europa ein Flugzeug am Himmel fliegen sehen, handelt es sich entweder um einen Flug, der den Bestimmungen für den öffentlichen Verkehr unterliegt, oder um einen Flug, der als privater Verkehr gilt. Was bedeutet das für Ihren Flug im Privatjet?

Gemäß Artikel L330-1 des französischen Zivilluftfahrtgesetzes ist der öffentliche Verkehr bzw. öffentliche Passagierverkehr derjenige, der es ermöglicht, Flüge mit Luftfahrzeugen an Passagiere zu vermarkten. Es handelt sich also um Flüge, bei denen die Passagiere bezahlen und die Unternehmen einen Gewinn erzielen. Unabhängig davon, ob es sich um Frachtverkehr oder um Personenverkehr handelt, muss das Luftfahrzeug zur Vermarktung von Flügen für den öffentlichen Flugverkehr zugelassen sein. Dieses Rechtssystem garantiert höhere Sicherheitsstandards für die Passagiere.

Der private Flugverkehr wird im Zivilluftfahrtgesetz nicht ausdrücklich definiert. Dort heißt es, dass die beiden Verkehrsbegriffe einander entgegengesetzt sind. Es ist verboten, finanzielle Gegenleistungen für private Flüge zu verlangen. In diesem Fall spricht man von illegalem öffentlichem Verkehr. Die Flugdienste müssen kostenlos angeboten werden bzw. nur die mit dem Flug verbundenen Kosten dürfen mitgetragen werden.

Als Charterbroker bietet AEROAFFAIRES nur Flüge mit Fluggesellschaften an, die dem Regime der öffentlichen Passagierbeförderung unterliegen.

In diesem Artikel erläutern unsere Luftfahrtexperten den Unterschied zwischen dem öffentlichen und dem privaten Flugverkehr und gehen auf häufig gestellte Fragen zur unerlaubten Personenbeförderung ein.

Die Zertifizierung für den öffentlichen Verkehr, eine Sicherheitsgarantie.

Die Zulassung für den öffentlichen Verkehr wird für Luftfahrzeuge öffentlicher oder juristischer Personen erteilt, die über ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC, engl. Air Operator Certificate) verfügen.

Ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) ist eine Genehmigung, die einem Luftfahrtunternehmen erteilt wird und es diesem erlaubt, gewerbliche Personenbeförderung gegen Entgelt durchzuführen. Dieses Dokument bescheinigt die Fähigkeit des Flugunternehmens, Flüge unter den besten Sicherheitsbedingungen zu gewährleisten.

Diese europaweit gültige Lizenz wird von der zuständigen Behörde des Mitgliedslandes ausgestellt. In Frankreich ist die Direction générale de l’Aviation civile (DGAC; Zivilluftfahrtbehörde) für die Erteilung der öffentlichen Verkehrsgenehmigung zuständig. Die DGAC regelt den Zugang zu dieser Zertifizierung.

Öffentlicher Flugverkehr, kontrollierte Sicherheitsvorschriften

Die Geschäftsluftfahrt unterliegt denselben Sicherheitsverfahren und -standards wie die großen Fluglinien, wie etwa die American Airlines oder Air France.

Weltweit gibt es zwei Instanzen, die sich um die Sicherheit der zivilen Luftfahrt kümmern. Zum einen die Federal Aviation Administration (oder FAA). Auf der anderen Seite die Europäische Agentur für Flugsicherheit (oder EASA).

• Medizinische Kontrollen für Piloten

Piloten sind verpflichtet, sich jedes Jahr einem Gesundheitscheck zu unterziehen. Ab 40 Jahren ist der Test halbjährlich, also zweimal im Jahr. Ab dem Alter von 65 Jahren darf der Pilot seinen Beruf nicht mehr ausüben. Bei der ärztlichen Untersuchung überprüft ein Fliegerarzt den allgemeinen Gesundheitszustand des Piloten. Die Piloten unterziehen sich außerdem einem Urintest, einem Elektrokardiogramm, einer Blutuntersuchung, einem Lungenfunktionstest, einem Audiogramm, einer Hals-Nasen-Ohren-Untersuchung und einem Sehtest. Sollte der Arzt die Anforderungen nicht bestätigen können, kann er den Pilotenschein je nach Abweichung vorübergehend oder dauerhaft entziehen.

• Strenge Wartung der Luftfahrtgeräte

Privatjets dürfen nicht in einer beliebigen Einrichtung gewartet werden. Die Wartung muss in einer Einrichtung durchgeführt werden, die vom Flugzeughersteller und der zuständigen Behörde des Landes, in dem die Maschine registriert ist, zugelassen ist. In Frankreich ist dies die DGAC. Je nach Nutzung gibt es vier Wartungsstufen von A bis D. Die Stufen A und B entsprechen einer Maschine, die keine Mängel aufweist. Hierbei handelt es sich um Wartungen, die vor und nach jedem Flug durchgeführt werden. Bei den Stufen C und D wird das Flugzeug für längere Zeit stillgelegt, damit jedes Detail der Maschine überprüft werden kann. Nach einer gewissen Zeit tauschen die Techniker die Teile aus. Dies geschieht unabhängig vom Zustand der Teile.

• Beurteilung der Kenntnisse der Piloten

Einmal im Jahr werden die Piloten in einem Simulator auf ihr technisches Wissen über ihre Flugumgebung getestet. Bei diesen von Fluglehrern überwachten Tests sollen die Kenntnisse des Piloten über seine Flugumgebung geprüft werden. Die Fragen beziehen sich in der Regel auf bestimmte Merkmale von Flugzeugen, Flugsituationen oder Flughäfen.

• Versicherungen für Luftfahrzeuge und Passagiere

Die von AEROAFFAIRES angebotenen Fluggesellschaften versichern die Flüge. Je nach Flugzeugklasse deckt die Versicherungspolice Beträge von 10 bis 500 Millionen USD. AEROAFFAIRES erhöht die Deckung um 20 Millionen Euro. Damit wollen wir unseren Kunden die besten Garantien bieten.

• Gesteigerte Leistung der Flugzeuge bei Landungen und Starts

Wenn ein Flugzeug die Fabrik verlässt, erfüllt es die vom Hersteller zugewiesenen technischen Anforderungen. Diese sind das Ergebnis zahlreicher Tests und Flugstunden.

Bei Luftfahrtgeräten, die für den öffentlichen Flugverkehr zugelassen sind, werden diese Anforderungen jedoch erweitert. Und zwar nicht aufgrund technischer Änderungen. Sondern weil die EASA die offiziellen technischen Regeln für den öffentlichen Luftverkehr nach unten revidiert hat. Dadurch soll ein besonders hohes Sicherheitsniveau gewährleistet werden.

Die von uns angebotenen Luftfahrzeuge mit einer Zulassung für den öffentlichen Verkehr unterliegen demnach bestimmten Einschränkungen hinsichtlich der Landung:

– Privatjets müssen auf 60 % der Länge der Start- und Landebahn eines Flugplatzes anhalten können.

– Turboprop-Flugzeuge auf 70 % der Länge der Start- und Landebahn eines Flugplatzes.

Bei schlechtem Wetter oder nassen Pisten erhöhen sich diese Grenzwerte um 15 %, da die Haftung der Piste abnimmt.

Erfüllt ein Flugzeug diese Kriterien bei der Landung nicht, so darf es den Flugplatz im Einsatz für den öffentlichen Verkehr nicht anfliegen. Dank eines größeren Spielraums haben Turboprop-Maschinen Zugang zu mehr Flugplätzen.

So ist beispielsweise die Landebahn von Saint-Tropez la Môle für öffentliche Flüge nur mit der Pilatus PC12 zugänglich, und mit der Jet Mustang, wenn die Wetterbedingungen dies zulassen. Während Sie bei einem Eigentümerflug mit Falcon 7X oder einer Phenom 300 landen könnten. Dasselbe gilt für die Flughäfen Courchevel oder Gstaad, die beide über sehr kurze Start- und Landebahnen verfügen.

Flughafen Tenzing-Hillary – Nepal
Ein Flugzeug beim Abheben von der Startbahn des Flughafens Lukla.

Zertifizierung für private Flüge oder Eigentümerflüge, eine geringere Überwachung durch die Zivilluftfahrt

Die Zulassung für private Flüge erhält man, sobald man die sogenannte Privatpilotenlizenz (oder PPL) erworben hat. Mit dieser Lizenz darf man ein Luftfahrzeug fliegen.

Die Zulassung für private Flüge hat Vor- und Nachteile. Die private Beförderung schränkt die Tätigkeit des Piloten ein, bietet ihm aber auch mehr Freiheit.

In Europa ist es verboten, einen privaten Flug zu vermarkten. Ist dies der Fall, spricht man von unerlaubtem öffentlichem Flugverkehr. Bei einem privaten Flug dürfen Sie allerdings Ihre Familie und Freunde in Ihr Flugzeug einladen.

Die Kosten des Fluges dürfen mitgetragen werden. In diesem Fall handelt es sich um eine Mitfluggelegenheit. Vermittlungsplattformen ermöglichen diese Praxis zwischen Piloten, Flugzeugen und Passagieren. Diese Plattformen verfügen jedoch weder über ein AOC noch über eine Zulassung für den öffentlichen Flugverkehr und übernehmen im Falle eines Unfalls keine Haftung.

Flüge im Regime der privaten Beförderung oder Eigentümerflüge haben Zugang zu wesentlich mehr Start- und Landebahnen und Flugplätzen. Allerdings sollten Sie vorab den Versicherungsvertrag prüfen, um sicherzustellen, dass die angebotene Deckung auch tatsächlich vorhanden ist. Denn auch wenn Sie Zugang zu vielen Start- und Landebahnen haben, ist es möglich, dass nicht alle durch Ihren Vertrag gedeckt sind.

Wenn Sie eine Maschine samt Besatzung mieten möchten, sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einige Dinge beachten. Insbesondere sollten Sie genau prüfen, ob das Unternehmen, dem das Privatflugzeug gehört, über ein AOC verfügt. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass die Fluggeräte für den öffentlichen Verkehr zugelassen sind. Dies können Sie an der Flugplannummer (Tail Number) ablesen, die Ihnen Ihr Broker zuschickt: Die Fluggesellschaften reichen bei der Zivilluftfahrtbehörde einen Flugplan ein, in dem die Regelung des Flugs angegeben ist. Auf dem Flugplan wird mit einem Buchstaben die Art des Fluges angegeben:

G: Allgemeine Luftfahrt (Sportfliegerei, Geschäftsfliegerei usw.)
S: Regulärer Luftverkehr
N: Nicht regulärer Luftverkehr
M: Militärisch
X: Flugart, die keiner der oben genannten Kategorien entspricht.

Führt ein nicht zugelassenes Luftfahrtunternehmen einen Flug unter dem Regime des öffentlichen Flugverkehrs durch, handelt es sich um eine illegale Personenbeförderung. Bei einem Unfall sind die Reisenden weder hinsichtlich medizinischer Kosten noch finanzieller Entschädigungen abgesichert. Denn die Versicherer schließen automatisch eine Klausel mit ein, die sie von jeglicher finanziellen Verantwortung bei Unfällen, an denen ein „illegaler“ Beförderer beteiligt ist, befreit.

Häufig gestellte Fragen zur illegalen Personenbeförderung.

Unsere Luftfahrtexperten erläutern die Fragen, die uns häufig im Zusammenhang mit der illegalen Beförderung von Passagieren gestellt werden. Leider nutzen viele Akteure die hohen Preise für die Anmietung von Privatjets aus. Indem Sie Leistungen anbieten, die legitim und billig erscheinen. In Wirklichkeit sind diese Leistungen jedoch illegal.

Die folgenden Fragen sind im Hinblick auf einen legalen Flug wichtig:

  • Wer stellt die Versicherung?

Bei einem Flug mit einem gecharterten Privatjet ist die Fluggesellschaft für die Versicherung des Fluges verantwortlich.

  • Welche Einrichtung wartet das Flugzeug?

Die Wartung des Flugzeugs muss in einer vom Hersteller und der DGAC (Zivilluftfahrtbehörde) zugelassenen Einrichtung erfolgen.

  • Kann ich das Flugzeug fliegen, wenn ich eine Fluglizenz habe?

Wenn man einen Privatjet mietet, darf auschließlich der zugeteilte Pilot das Flugzeug fliegen.

  • Wie stelle ich sicher, dass die Flugbesatzung geprüft ist?

  • Wer trägt die Kosten für Parkgebühren, Treibstoff und andere Kosten?

Alle Kosten sind im Endpreis des Fluges enthalten. Die einzigen Kosten, die Ihnen in Rechnung gestellt werden dürfen, sind die Kosten für die Enteisung des Flugzeugs bei Minustemperaturen nach Ermessen des Flugkapitäns. Sobald der Flug bezahlt ist, dürfen Ihnen keine Treibstoffkosten oder Parkgebühren für die Maschine verrechnet werden.

  • Wer prüft die Lufttüchtigkeit des Flugzeugs?

  • Wie wird der Flug bezahlt?

Barzahlungen werden nicht akzeptiert. Nur Banküberweisungen und Zahlungen per Kreditkarte sind möglich.

  • Kann man nur einen Sitzplatz an Bord eines Privatjets buchen?

Wenn Sie einen Privatjet mieten, mieten Sie das gesamte Flugzeug. Makler oder Fluggesellschaften dürfen Ihnen die Kosten für einen einzigen Sitzplatz an Bord eines Business Jets nicht in Rechnung stellen. Ist dies der Fall, so spricht man von verschleiertet Passagierbeförderung. Dies ist illegal.

  • Wie werden die Grenzkontrollen im Privatjet durchgeführt?

Wenn Sie mit einem Privatjet ins Ausland verreisen, können Sie die Grenzkontrollen nicht umgehen. Wollen Sie in Frankreich mit einem Privatjet eine Grenze überqueren, so müssen Sie von einem Flugplatz mit einem Grenzübergangspunkt (Point de Passage Frontalier, PPF) starten. Werden Sie von einem Flugplatz ohne PPF für einen Flug ins Ausland abgefertigt, handelt es sich um unerlaubte Personenbeförderung. PPFs werden nach dem Zufallsprinzip von mobilen Zollbeamten kontrolliert.

  • Wer kontrolliert, ob die Wetterbedingungen für einen Flug geeignet sind?

Der Kontrollturm oder die Piloten sind für die Überwachung der Wetterbedingungen verantwortlich.

  • Wie kann ich sicherstellen, dass das Flugzeug die geltenden Sicherheitsstandards erfüllt?

Bei der Zertifizierung eines Flugzeugs für den öffentlichen Verkehr werden die Sicherheitsstandards angewendet. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (oder EASA) übernimmt die Kontrolle der für den öffentlichen Verkehr zugelassenen Flugzeuge.

Unsere Luftfahrtexperten sind 24 Stunden täglich und 7 Tage die Woche für Ihren Privatflug erreichbar unter +33 (0) 1 44 09 91 82. Kontaktieren Sie uns gerne über unser Online-Formular für einen Kostenvoranschlag für Ihren Privatflug.