Das amerikanische Start-up-Unternehmen hat am Donnerstag, den 22. April, sein zukünftiges achtsitziges elektrisches Regionalflugzeug vorgestellt: den eFlyer 800. Die Entscheidung, in dieses Segment einzusteigen, ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach 100 % elektrischen Regionalflugzeugen. Die Elektrotechnik ist mit zahlreichen Einschränkungen verbunden, insbesondere was die Batterien betrifft. Aus diesem Grund werden die ersten elektrischen Transportflugzeuge wahrscheinlich Regionalflugzeuge sein. Viele andere Akteure planen bereits die Entwicklung solcher Flugzeuge für den öffentlichen Verkehr. Dies gilt insbesondere für Tecnam und seinen P-Volt, aber auch für Dante Aeronautical Spanien und seinen Dax19.
Erstaunliche Leistungen für ein elektrisches Regionalflugzeug
Für dieses neue Projekt hat Bye Aerospace beschlossen, groß zu denken. Tatsächlich soll der eFlyer 800 eine Geschwindigkeit von 320 Knoten (592,6 km/h) erreichen können. Dies bei einer Flughöhe von 35.000 Fuß (10.500 m) und einem Aktionsradius von 500 Seemeilen (926 km). Darüber hinaus wird er über eine IFR-Reserve von 45 Minuten bei einer Reisegeschwindigkeit von 280 Knoten verfügen.

Das Flugzeug verfügt über zwei elektrische Flügelmotoren, die jeweils über redundante Wicklungen verfügen, sowie über vier Batteriepacks. Auch ein Fallschirm für das Flugzeug wurde zur Sicherheitsausstattung hinzugefügt. Darüber hinaus denkt der Hersteller bereits über weitere Funktionen nach, wie z. B. eine automatische Notlandevorrichtung, auf künstlicher Intelligenz basierende Systeme und die Möglichkeit, Solarpaneele und ein in das Fahrwerk eingebautes Elektrotaxisystem zu haben. Der eFlyer 800 soll also nicht nur leistungsstark, sondern auch sehr sicher sein.
Eine neue Partnerschaft zwischen Safran und Bye Aerospace
Nach ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit beim eFlyer2 und eFlyer4 haben diese beiden Unternehmen beschlossen, erneut zusammenzuarbeiten, um den eFlyer 800 in die Luft zu bringen. Safran Electrical & Power ist einer der führenden Anbieter von elektrischen Systemen für die Luftfahrt. Das Unternehmen ist heute ein Hauptakteur bei der elektrifizierten Ausrüstung, aber auch im Bereich des Hybridantriebs. Bye Aerospace und Safran haben eine Studie gestartet, um herauszufinden, welches Antriebssystem am besten für den eFlyer800 geeignet wäre. Es scheint, dass die bevorzugte Lösung derzeit zwei Eugineus-Triebwerke zusammen mit der Verteilung und den Schutzvorrichtungen des elektronischen Netzes Geneusgrid sind. Hervé Le Blanc, Generaldirektor des Geschäftsbereichs Elektrische Systeme bei Safran Electrical and Power, erklärte nämlich: „Die Produktreihen von Safran mit ENGINeUS™-Motoren mit einer Leistung von 50kW bis 500kW/1MWund GENeUSGRID™-Systemen sind perfekt auf das Elektroflugzeug-Portfolio von Bye Aerospace abgestimmt“.
Ein 100%iges Elektroflugzeug mit niedrigen Betriebskosten
Die achtsitzige Konfiguration des eFlyer 800 bietet Platz für bis zu sieben Passagiere und ein bis zwei Piloten. Darüber hinaus ist er besonders attraktiv, da seine Betriebskosten nur ein Fünftel der Kosten herkömmlicher zweimotoriger Turboprop-Flugzeuge betragen. Tatsächlich ist es das erste Flugzeug mit elektrischer Antriebstechnologie, das eine ähnliche Leistung und Sicherheit wie ein zweimotoriges Turboprop-Flugzeug erreichen kann, jedoch ohne CO2-Emissionen und mit so niedrigen Betriebskosten. Laut George E., CEO von Bye Aerospace „wird diese Art von bemerkenswerter Wirtschaftlichkeit und Leistung durch das elektrische Antriebssystem und die fortschrittliche Technologie der Batteriezellen ermöglicht, die eine wesentlich höhere Energiedichte ermöglichen“.
Projekte auf gutem Weg für Bye Aerospace
Das Start-up-Unternehmen erklärte, dass es bereits mehrere Kaufabsichten für den eFlyer 800 gibt. Die Hauptinteressenten sind Lufttaxi-, Luftfracht- und Charterflugdienste. Gleichzeitig hat sich Bye Aerospace um die FAA Part-23-Zertifizierung für die Pilotenausbildung für den eFlyer 2 und den eFlyer 4 bemüht. Diese beiden Flugzeuge sind für Lufttaxis, Frachtflüge, aber auch für weitergehende Flugausbildungen vorgesehen. Es scheint also, dass es diesen verschiedenen Projekten gelingt, sich zu konkretisieren.
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